
Bombastisch
So clever sind Hummeln.
Lange traute man Tieren wenig Intelligenz zu – vor allem Insekten nicht. Doch in letzter Zeit häufen sich die Hinweise, dass sie viel mehr im Köpfchen haben, als man dachte. Die Hummel ist dafür ein gutes Beispiel.
Früher hat man selbst Säugetieren und Vögeln kaum ein Innenleben zugestanden. Man meinte, sie seien nur durch Instinkte gesteuert und hätten keine Gedanken oder Gefühle, und schon gar kein Bewusstsein.
Das ging so weit, dass manche sogar behaupteten, Tiere könnten keine Schmerzen fühlen – sie seien sozusagen nur lebendige Maschinen ohne inneres Erleben. Ziemlich merkwürdig und absurd, oder? Es zeugt von einem Mangel an Gefühl und Respekt für Lebewesen und die Natur.
Seit die Wissenschaft jedoch genauer hinsieht und sich näher mit den geistigen Fähigkeiten von Tieren befasst, entdeckt sie immer wieder Erstaunliches. Affen, Elefanten, Schweine, Hunde, Katzen, Wale, Oktopusse, Raben, Papageien und viele andere unserer Mitgeschöpfe sind deutlich schlauer und haben mehr Bewusstsein, als man angenommen hat!
Gemeinsame Vorfahren
Insekten sind uns in vielerlei Hinsicht fremd. Sie sind auch sehr weit von uns entfernt, was die Entwicklung der Lebewesen betrifft. Alle Lebewesen auf unserem Planeten haben einen gemeinsamen Vorfahren – wir sind also alle miteinander verwandt! Die „Urmutter“ und der „Urvater“ von Menschen und Insekten lebten aber vor viel längerer Zeit als die von Menschen und anderen Säugetieren.
Arbeitsauftrag
Schau dir die ersten 20 Minuten der Dokumentation an und beantworte folgende Fragen:
- Wie überlebt die Hummelkönigin den Winter?
- Womit nimmt die Hummel flüssigen Nektar auf?
- Wo legen Hummeln gerne ihre Nester an?
Ihr Gehirn ist winzig, aber …
Mit einem Hund kann man Kontakt aufnehmen, man kann seine Körpersprache deuten und sich mit ihm verständigen.
Mit Insekten ist das schwierig. Außerdem leben sie oft nur kurz – und sie haben ein winziges Gehirn. Doch die Forschungen an Bienen, Wespen oder eben Hummeln zeigen, dass wir auch diese Tiere unterschätzt haben!
Hummel-Tests
Man hat herausgefunden, dass Hummeln lernfähig sind. Sie passen sich an neue Aufgaben an, benutzen Werkzeuge und lernen sogar durch Beobachtung!
Man kann Hummeln beibringen, eine Kugel in ein Loch zu rollen, an einem Faden zu ziehen oder bestimmte Hebel zu drücken, um an Futter zu kommen.
Das klingt nicht so besonders, aber das sind Situationen, mit denen Hummeln in der Natur nie zu tun haben! Sie haben also etwas völlig Neues gelernt und das Prinzip dahinter verstanden.
Besonders erstaunlich: Auch die Hummeln, die dabei nur zugeschaut haben, haben kapiert, wie man die Aufgabe löst!
Ein Verhalten nur durch Beobachtung zu lernen – dafür braucht man auf jeden Fall eine Art von Intelligenz, sonst checkt man das gar nicht. Denn die Hummel muss erkennen, wie eine andere ein Problem löst, und diese Erkenntnis selbst anwenden. Ganz schön beachtlich für ein Insekt, dessen Gehirn so groß ist wie ein Stecknadelkopf!
Wusstest du, dass auch Hummeln einen Stachel haben? Der ist sogar relativ groß! Weil Hummeln allerdings keine aggressiven Insekten sind, stechen sie nicht sehr häufig.
Hummeln haben auch Spaß
Außerdem konnte man bei diesen Experimenten beobachten, dass sich Hummeln in ihrer Persönlichkeit unterscheiden. Manche sind forscher und mutiger, andere zurückhaltender.
Besonders süß: Offensichtlich spielen Hummeln gern mit kleinen Bällen, auch wenn sie dafür keine Belohnung bekommen. Sie tun das anscheinend nur zu ihrem eigenen Vergnügen.
Wer weiß, was wir in Zukunft noch so alles über diese pelzigen kleinen Geschöpfe herausfinden werden?